Bewerben nach der Elternzeit – kein Kinderspiel?

Den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt im Anschluss an eine Elternzeit empfinden viele als große Herausforderung. Schließlich stand für lange Zeit der Nachwuchs im Zentrum der Aufmerksamkeit, während die Karriere in den Hintergrund gerückt ist. Deshalb ist eine gewisse Unsicherheit ganz normal.

Neuer Job oder zurück zum alten Arbeitsplatz?

Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es wichtig, frühzeitig darüber nachzudenken, ob Sie sich auf eine neue Stelle bewerben möchten oder – falls Sie noch angestellt sind – zur alten Beschäftigung zurückkehren wollen. Ratsam ist es dabei, sich ehrlich damit auseinanderzusetzen, welche Ziele Sie sich hinsichtlich der eigenen Karriere erreichen möchten. Wer sich nur aus Bequemlichkeit für den vorherigen Arbeitsplatz entscheidet, wird dort auf Dauer nicht zufrieden sein.

Mit zielführendem Handeln zum Traumjob

Ist die Entscheidung gefallen, sich von der alten Arbeit zu trennen, sollten Sie bei der Jobsuche zielorientiert vorgehen. Das bedeutet sowohl nach Arbeitgebern Ausschau zu halten, die Ihren eigenen Bedürfnissen entsprechen, wie auch schon einige Zeit vor der Rückkehr in die Berufswelt mit dem Bewerben anzufangen.

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Damit Sie schnell eine neue Stelle finden, ist es außerdem wichtig, auf dem neuesten Stand zu sein. Bestenfalls haben junge Mütter und Väter auch während der Zeit mit ihren Familien ein Auge auf die Entwicklungen ihrer Branche. Wer das versäumt hat, sollte es spätestens vor dem Verfassen der ersten Bewerbung nachholen. So können potenzielle Arbeitgeber von Engagement und Fachkompetenz überzeugt werden.

Besonders vorteilhaft ist es, parallel zur Elternzeit, Fortbildungen oder Kurse an einer Fernuni zu besuchen. Auch die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse durch Sprachkurse verschaffen Bewerbern einen guten Eindruck beim potenziellen Chef.

Die Elternzeit als Teil der Bewerbung

Trotz der Furcht vor Nachteilen gegenüber der Mitbewerber, sollte die Elternzeit in der Bewerbung auf jeden Fall Berücksichtigung finden. Andernfalls entsteht eine Lücke, die das Gegenüber im Bewerbungsgespräch mit Sicherheit zum Nachfragen anregt. Durch die Erwähnung vermitteln Sie hingegen direkt einen offenen und ehrlichen Eindruck.

Beim ersten Teil der Bewerbung, dem Anschreiben, gilt es speziell auf die Formulierung zu achten. Zwar muss hier die Rückkehr aus Elternzeit angesprochen werden, im Fokus stehen aber die persönlichen Fähigkeiten und die Frage, wieso Sie für die ausgeschriebene Stelle besonders gut geeignet sind. Nichts zu suchen haben in einem Bewerbungsanschreiben, langwierige Erklärungen rund um die Kinder. Für den Personaler ist etwa das Alter des Nachwuchses oder wo die Kinder während der Arbeitszeit untergebracht sind, uninteressant. In der Bewerbung sollte eindeutig der Bewerber selbst und dessen, für die Ausschreibung relevanten Kompetenzen, im Mittelpunkt stehen.

Im Lebenslauf ist es möglich, die Elternzeit an unterschiedlicher Stelle unterzubringen. Bei noch bestehender Anstellung empfiehlt sich ein Unterpunkt zum aktuellen Arbeitsplatz. Wer nicht mehr angestellt ist, eröffnet am besten einen komplett neuen Abschnitt. Unter diesem können anschließend mögliche Fortbildungen und Kurse verzeichnet werden.

Fazit

Insgesamt gilt: Kompetenz und Ehrlichkeit sind die ausschlaggebenden Aspekte bei der Suche nach einem neuen Job im Anschluss an die Elternzeit. Sie sollten bei der Karriereplanung auf jeden Fall berücksichtigt werden, dann steht einem gelungenen Wiedereinstieg nichts mehr im Weg.

Tipps zur Bewerbung mit 60 Jahren finden Sie hier.