Während bei der Bewerbung für andere Tätigkeiten viel Wert auf Kreativität und Optik gelegt wird, sieht dies bei einer Bewerbung für den Öffentlichen Dienst ganz anders aus. In diesem Fall sind nicht Kreativität und bunte Farbenspiele, sondern Prägnanz und Schlichtheit gefragt. Weniger ist mehr, das ist hier die Devise.
Sie sollten jedoch keinesfalls denken, dass das Bewerbungsverfahren durch die Schlichtheit der erforderlichen Unterlagen leichter wird! Ganz im Gegenteil – es ist eine enorme Herausforderung, eine schlichte Bewerbung zu erstellen, die dennoch keine Angaben vermissen lässt und sich von der Konkurrenz abhebt.
Wie Sie genau dies bewerkstelligen und Ihre Chancen auf eine Stelle im Öffentlichen Dienst drastisch erhöhen können, erfahren Sie hier.

Was Sie benötigen, um sich im öffentlichen Dienst zu bewerben

Zunächst einmal müssen Sie unbedingt peinlichst genau auf Formalitäten achten! Halten Sie sich bei Ihren Bewerbungsunterlagen an folgende Reihenfolge:

  • Deckblatt (Wahlweise mit oder ohne Foto)
  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Arbeitszeugnisse
  • Arbeitsproben, falls verfügbar

Das Anschreiben

Wenn Sie sich für einen Beruf im Öffentlichen Dienst bewerben, spielt das Anschreiben eine besonders wichtige Rolle. Hier muss Ihre Persönlichkeit und Ihre Motivation gut erkennbar sein, schließlich möchten Sie zu einem öffentlichen Organ gehören und dieses repräsentieren.
Was die Gestaltung betrifft, so sollten Sie hier, wie bereits erwähnt, eher schlicht bleiben. Klar, ganz ohne Farben ist es langweilig. Daher dürfen Sie hier ruhig ein wenig nachhelfen. Der Inhalt steht allerdings über allem. Die optischen Dekorationen müssen den Inhalt unterstreichen, nicht überschatten!
Optimale Schriftarten sind entweder Arial oder Times New Roman mit einer Schriftgröße von etwa 10 bis 12.
Der Schreibstil hängt davon ab, wo genau Sie sich bewerben möchten. In einigen Bereichen wie z.B. Kultur, mag ein kreativer Schreibstil gewünscht sein, während dem in der Verwaltung oder dem Pflegedienst kein all zu großer Wert beigemessen wird.

Siehe auch  Bewerbung auf Englisch - Im Ausland bewerben

Der Einleitungssatz

Das Anschreiben steht und fällt mit einem guten Einleitungssatz. In diesem sollten Sie überzeugend schildern, weshalb Sie Interesse an einer Karriere im Öffentlichen Dienst haben. Des Weiteren können Sie auch erläutern, welchen Abschluss Sie absolviert haben und wie Ihre Zeugnisse ausfielen.

Wer sind Sie? Stellen Sie sich vor

Nach dem Einstieg gilt es, auf elegante Weise den Personaler über Ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen zu informieren, falls vorhanden. Dabei müssen Sie sehr genau auf die Anforderungen der Stadt oder Behörde achten. Diese brauchen einen umfassenden Einblick in Ihre Qualifikationen. Nur so kann beurteilt werden, ob Sie für den öffentlichen Dienst geeignet sind.

Der Abschlusssatz

Die Kriterien für einen knackigen Abschlusssatz unterscheiden sich nicht wesentlich im Gegensatz zu anderen Bewerbungsanschreiben. Der einzige Unterschied findet sich in der Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung. Im öffentlichen Dienst werden in den meisten Fällen Tarifverträge abgeschlossen, wodurch das Gehalt bereits im Voraus feststeht.

Interne Bewerbung im öffentlichen Dienst – so funktionierts

Wenn Sie sich intern im öffentlichen Dienst bewerben möchten, sind ein makelloser und aktueller Lebenslauf sowie ein gut durchdachtes Anschreiben die wichtigsten Dokumente. Beim Bewerbungsanschreiben geht es darum, glaubwürdig zu begründen, weshalb Sie sich für einen Stellenwechsel entschieden haben. Zu diesem Zweck haben Sie genau eine Seite zur Verfügung. Überlegen Sie sich also genau, was und wie Sie formulieren und runden Sie dies mit Ihrer Unterschrift und dem aktuellen Datum ab..

Wann kommt die Antwort auf Ihre Bewerbung im öffentlichen Dienst?

Leider gibt es keine pauschale Antwort auf diese Frage, denn der öffentliche Dienst ist ein sehr großer Arbeitgeber. Aus diesem Grund ist es all zu oft so, dass jeder Bereich des öffentlichen Dienstes anders mit dem Bewerbungsverfahren umgeht. Die Rückmeldezeiten variieren daher zwischen einem Monat und einem halben Jahr. Sie könnten eine Nachfrage per E-Mail in Erwägung ziehen, sofern Sie nach etwa 6 Wochen noch immer keine Eingangsbestätigung erhalten haben. Es ist aber nichts ungewöhnliches, wenn Sie danach nochmals mehrere Wochen auf eine Antwort des Personalers warten müssen. Nehmen Sie es nicht persönlich, es liegt nicht an Ihnen.

Siehe auch  Wichtige Punkte für eine Bewerbung als Architekt [2021]

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