Einen Lebenslauf schreiben – Gar nicht so einfach!

Über die typischen Bestandteile einer Bewerbung wissen die meisten Bewerber Bescheid. Diese besteht aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und eventuell einem Motivationsschreiben. Die Frage jedoch, wie genau diese Parts der Bewerbung gestaltet werden müssen, bereitet vielen Jobsuchenden Schwierigkeiten. Dem möchten wir Abhilfe schaffen. Im Folgenden soll speziell der zweite Part der Bewerbung, der Lebenslauf, näher betrachtet werden. Welche Struktur braucht er? Welche Inhalte müssen Sie nennen und was hat im Lebenslauf nichts zu suchen? Dieser Artikel enthält ein paar interessante Tipps rund um den Lebenslauf und wird Ihnen mit Sicherheit weiterhelfen.

Was gehört in den Lebenslauf?

Theoretisch ist das Wort „Lebenslauf“ selbsterklärend. Das Dokument beinhaltet die Stationen Ihres bisherigen Lebens, die Sie bis zum Zeitpunkt der Bewerbung durchlaufen haben. Allerdings beschränkt er sich ausschließlich auf berufs- und ausbildungsbezogene Etappen. Privates sollte im Lebenslauf, mit Ausnahme einer Elternzeit, nicht auftauchen, da diese ja eine Unterbrechung Ihrer beruflichen Laufbahn basierend auf privaten Umständen ist. Konkreter gesagt, in den Lebenslauf gehören Berufserfahrung, die in aufeinanderfolgenden Karriere- Schritten dargelegt werden sollte, Qualifikationen, Ihre Ausbildung, besondere Kenntnisse und zusätzlich Ihre persönlichen Daten.

Wie wird der Lebenslauf aufgebaut?

Wichtig ist es, den Lebenslauf gut zu strukturieren und übersichtlich zu gliedern. Dazu sollten Sie, vor dem Schreiben, die Informationen zunächst anhand von Zwischenüberschriften unterteilen. Beginnen Sie mit den „Persönlichen Angaben“. Darunter fallen Ihr Name, Ihr Geburtsdatum, Ihr Geburtsort, Ihre Anschrift, und Ihre Telefonnummer, auch Ihre Mailadresse können Sie an dieser Stelle aufführen. Freiwillig ist hier außerdem die Angabe des Familienstandes und Ihrer Kinder.

Es folgt Ihre „Berufliche Erfahrung“. Unter diesem Punkt nennen Sie Ihre bisherigen Arbeitsstellen. Anschließend führen Sie unter „Ausbildung“ Ihren schulischen Werdegang auf. Sowohl beim berufsbezogenen, wie auch beim schulischen Teil des Lebenslaufs empfiehlt es sich tabellarisch vorzugehen. Optimal ist es dementsprechend, auf der linken Seite Zeitangaben zu platzieren. Auf der rechten Seite sollten Sie aufführen, wo und in welcher Anstellung beziehungsweise an welcher Ausbildungsstation, Sie sich zum jeweiligen Zeitpunkt befanden. Es geht hier nicht darum lang und breit zu formulieren, wie genau Ihre Beschäftigungen aussahen. Beschränken Sie sich darauf, Ihre wichtigsten Aufgaben den entsprechenden Stationen mit Stichpunkten zuzuordnen.

Im Anschluss an diese zeitliche Auflistung können Sie Ihre „Besonderen Kenntnisse“ nennen. Dazu zählen zum Beispiel Ihre Fremdsprachenkenntnisse oder der Umgang mit bestimmten, für die angestrebte Stelle relevanten Programmen. Zum Schluss wird der Lebenslauf mit dem Datum und Ihrer Unterschrift versehen. Sollten Sie eine Vorlage oder ein Muster benötigen, werden Sie online sehr schnell fündig.

Die Gestaltung des Lebenslaufs

Neben dem gut strukturierten Inhalt, spielt auch der gestalterische Teil beim Lebenslauf eine wichtige Rolle. Der Lebenslauf muss ansprechend designet werden, aber sollte zugleich nicht zu überladen und gut lesbar sein. Das heißt es gilt bei der Wahl der Schrift darauf achten, dass diese einfaches, problemloses Lesen ermöglicht. Farben dürfen beim Design des Lebenslaufs definitiv mit einfließen, aber es gilt der Grundsatz, dass die Aufmachung nicht vom eigentlichen Inhalt ablenkt, sondern ihn lediglich gelungen umrahmt. Im Idealfall harmoniert das Design des Lebenslaufs mit dem Bewerbungsbild und dem Anschreiben. Das Foto wird in der Regel in der Nähe der personenbezogenen Daten angebracht. Möglich ist aber auch die Unterbringung des Bildes auf dem Deckblatt Ihrer Bewerbung.

Typische Fehler beim im Lebenslauf

Genau wie bestimmte Informationen zu Ihrer Person unbedingt in den Lebenslauf gehören, sollten Sie andere unbedingt außen vor lassen. So haben Ihre Hobbys oder Ihre Weltanschauung im Lebenslauf nichts verloren. Ebenso sind Gehaltsvorstellungen nicht angebracht, sie sollten Teil des Anschreibens sein. Ein fataler Fehler ist es im Lebenslauf falsche Angaben zu machen. Sollten diese Lügen nach Ihrer Einstellung ans Licht kommen, kann dies als Kündigungsgrund verwendet werden. Wer also nicht kurz nach dem Einstieg in einen neuen Job wieder arbeitslos sein möchte, bleibt besser bei der Wahrheit.

Muss ein Lebenslauf lückenlos sein?

Der Druck einen lückenlosen Lebenslauf aufweisen zu können ist enorm. Wie bereits erwähnt, sollte Sie das aber nicht dazu verführen, falsche Behauptungen zu machen. Stattdessen stellen Sie sich einfach darauf ein beim Bewerbungsgespräch nach der Lücke gefragt zu werden. Legen Sie sich im Vorfeld eine Erklärung für das Fehlen einer Beschäftigung zum betreffenden Zeitpunkt zurecht, die den Personaler zufrieden stellt.