Jeder zehnte Arbeitnehmer hat einen Haupt- und einen Nebenjob

Neben dem Hauptjob noch einen Zweitjob anzunehmen, ist nicht unüblich. Rund jeder zehnte Arbeitnehmer hat neben deiner Haupttätigkeit noch einen weiteren Job. Einige Arbeitgeber sind nicht unbedingt begeistert, wenn ein Arbeitnehmer noch einen weiteren Beruf ausübt. Es besteht die Angst, dass der Arbeitnehmer seinen Hauptjob vernachlässigt und sich nicht mehr richtig auf die eigentliche Stelle konzentriert. Doch besonders aus finanziellen Aspekten bleibt Arbeitnehmern oft nichts anderes übrig, als eine Nebentätigkeit auszuüben.

Welche Regelungen gibt es bezüglich eines Nebenjobs neben dem Hauptjob

Gewisse Regelungen gibt es jedoch, um einen Nebenjob anzunehmen.
Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer eine Nebentätigkeit nicht verbieten, aber dabei müssen die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Zu einem müssen Sie Ihren Arbeitgeber informieren. Um ein angenehmes Arbeitsverhältnis zu bewahren, ist dies dringend zu empfehlen. In manchen Arbeitsverträgen
wird das sogar explizit erwähnt. Im schlimmsten Falle droht sonst eine Abmahnung oder je nach Angestelltenverhältnis eine Kündigung.

Achten Sie auf die Arbeitszeit. Die wöchentliche Arbeitszeit darf nicht mehr als 48 Stunden betragen. Das Arbeitszeitgesetz sieht acht Stunden pro Tag vor, von Montag bis einschließlich Samstag. Außerdem muss die Ruhezeit eingehalten werden. So darf ein Job nicht bis abends ausgeübt werden, wenn der nächste Job morgens beginnt. Dies dient zur Sicherheit für Sie selbst, so wie auch für Kunden, Patienten etc. mit denen Sie eventuell arbeiten. Aber in erster Linie tun Sie sich damit selbst keinen gefallen. Sollte ein Arbeitgeber merken, dass man die Ruhezeit nicht einhält oder in seinem Hauptjob an Leistung verliert, kann er den Nebenjob untersagen.

Wann sollte man keinen Nebenjob annehmen?

Auch bei Krankheit gibt es ein paar Hinweise, die man beachten sollte. So ist es nicht möglich, wenn man krankgeschrieben ist, parallel in dem Nebenjob zu arbeiten. Hier droht schnell eine Abmahnung oder sogar eine fristlose Kündigung. Auch im Urlaub sollte man darauf achten, auch wirklich Urlaub zu haben und nicht in dem Nebenjob durchzuarbeiten. Schließlich dient der Urlaub der Erholung. So wie auch das Wochenende, das im besten Fall zur Entspannung dienen sollte. Eine Möglichkeit könnte auch das Arbeiten im Home-Office sein. Hier kann man etwas entspannter von zuhause aus arbeiten.

Ebenfalls sollte man keinen Nebenjob annehmen, der ein Konkurrent für seinen Hauptarbeitgeber darstellt. Solches Verhalten führt in den meisten Fällen zu einem angespannten Arbeitsverhältnis.
Generell sollte man darauf achten alle Abmachungen mit seinem Arbeitgeber festzuhalten. So kann man den Einsatz von Arbeitsrecht etc. vermeiden.

In machen Situationen sollte man sich jedoch selbst überlegen, ob ein Nebenjob das richtige ist. Sollte man sich gerade in einer Ausbildung befinden, selbstständig sein oder ein Praktikum absolvieren, könnte man sich damit im Zweifel nicht unbedingt einen Gefallen tun. Die Aufmerksamkeit sollte hauptsächlich auf die Haupttätigkeit gerichtet sein. Sollte es finanziell nicht genügen einen einzigen Job auszuüben, kann mit dem Arbeitnehmer vielleicht die ein oder andere Regelung der Arbeitszeiten getroffen werden. Vielleicht schafft man es auch mit der richtigen Kalkulation der Ausgaben mit seiner Vergütung auszukommen.

Die Jobbörse hilft dabei den passenden Nebenjob zu finden

Sind Sie bisher noch auf der Suche nach einem geeigneten Job, kann die Jobbörse weiterhelfen. Die Angestellten dort kennen sich mit solchen Fällen aus und wissen über Jobs bescheid, die sich gut mit einer anderen Tätigkeit kombinieren lassen. Die Beratung kann per E-Mail oder in einem persönlichen Gespräch stattfinden.

Fazit: was ist bei der Suche eines Nebenjobs zu beachten?

Allgemein ist es wichtig, sich im Vorfeld Gedanken darüberzumachen, welche Aspekte beachtet werden müssen. In jedem Fall sollte der Arbeitgeber informiert werden und man sollte offen und ehrlich damit umgehen, damit es ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.
Da viele Leute aus finanziellen Gründen keine andere Wahl haben als einen weiteren Job auszuüben, sollte zumindest darauf geachtet werden, die Arbeitszeiten eingehalten werden und dass man sich selbst zwischen der ganzen Arbeit nicht vergisst.